Alle Nachrichten der Region Helbe-Notter

Sehr geehrte, liebe Ehrenamtliche!

Das ist eine Anrede, die in der Vergangenheit immer häufiger verwendet wurde und auch in Zukunft mehr und mehr Verwendung finden wird, denn ohne Sie ging und geht es schon lange nicht mehr. Das betrifft alle Bereiche des sozialen Miteinanders. Egal wo man hinschaut, ob Sport, Selbsthilfe, soziale Anlaufstellen, … bis hin zu Feuerwehr und Katastrophenschutz, Notfallseelsorge und viele andere Bereiche und Organisationen, geht es nicht ohne ehrenamtliches Engagement.

In den Kirchgemeinden ist das nicht anders. Das bezieht sich auf die Leitung der Gottesdienste genauso wie auf die musikalische Begleitung oder auch die Leitung unterschiedlicher Gruppen und Kreise. Besonders an Heilig Abend haben alle – auch die, die sonst nicht viel in die Kirche gehen - sehr genau gemerkt, dass es nur durch die Mitarbeit der Ehrenamtlichen möglich war, in fast jedem Ort im Kirchenkreis zu Heilig Abend Gottesdienst zu feiern.

Um es mal in nüchternen Zahlen zu sagen: Es fanden im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen am 24. Dezember insgesamt 73 Gottesdienste statt – bei 78 Kirchen im Kirchenkreis! Davon wurden 42 Gottesdienste von Ehrenamtlichen geleitet. Dazu kommen viele Ehrenamtliche, die Orgel oder Keyboard oder Posaunen und Trompeten gespielt oder als Chormitglieder gesungen haben; nicht zu vergessen, all diejenigen, die sich um die Krippenspiele gekümmert haben; Kinder, Jugendliche und Erwachsene, indem sie die Texte gelernt und gespielt haben, andere, indem sie sich um das Einstudieren des Krippenspiels oder das Schmücken der Kirche oder durch das Unterstützen mit Technik geholfen haben … .

Als Superintendentin des Kirchenkreises und auch persönlich, möchte ich dafür „Herzlichen Dank“ sagen!

Ich möchte aber auch nicht vergessen, dass all Ihr Engagement als Ehrenamtliche nicht auf Heilig Abend beschränkt ist. Auch an allen restlichen Sonn- und Wochentagen im Jahr geht es nur durch Ihre Unterstützung und Ihr Engagement. Das bedeutet unzählige Stunden der Vorbereitung auf die Gottesdienste, Gruppen und Kreise; unzählige Überlegungen und viele Stunden Dienst in und für die Menschen jeden Alters in den Kirchgemeinden. Ebenso gehört ein hohes Maß an Organisation und Kompromissbereitschaft dazu, denn auch Ihre eigenen Familien sollen und dürfen trotz und wegen aller Dienste nicht vergessen werden oder gar zu kurz kommen. Dieser Dank gilt daher auch Ihren Familien, da sie Ihr Ehrenamt mittragen und so alle unterstützen. In diesem Zusammenhang weite ich den Dank an die Ehrenamtlichen als Seelsorgerin und Einwohnerin des Kyffhäuserlandkreises sehr gerne und herzlich auf alle anderen Bereiche des ehrenamtlichen Engagements in unseren Dörfern und Städten aus. Dabei denke ich selbstverständlich auch an die Orte, die im Unstrut-Hainich-Kreis liegen, aber zu unserem Kirchenkreis gehören.

In den Tagen vor Weihnachten war davon berichtet worden, dass es in unserem Kirchenkreis mit der Besetzung von Pfarrstellen besonders schlimm aussieht. Ich kann und will nicht verleugnen, dass Stellen unbesetzt sind, aber das bedeutet eben gerade nicht, dass alles zusammenbricht. Zudem ist und wird Entlastung gegeben sein. Die zeitliche Nähe zu Weihnachten hat sich bei manchen mit der Frage verbunden, ob es in meinem Ort Heilig Abend einen Gottesdienst geben wird. Ich denke, da sprechen die Zahlen für sich. Ich möchte aber darauf eingehen, dass selbst bei Vollbesetzung der Stellen, ein Pfarrer oder eine Pfarrerin allein nicht alle Gottesdienste im Pfarramt an Heilig Abend übernehmen kann. Auch wenn alle Pfarrstellen (inklusive Superintendent und zwei zusätzliche Stellen) besetzt wären, würde es ohne die Mitarbeit und Unterstützung der Ehrenamtlichen nicht funktionieren, wenn überall Gottesdienste stattfinden sollen. Wie sollte das auch gehen, wenn dann zu einer Pfarrstelle - rein rechnerisch - durchschnittlich 7 Kirchen und somit Gottesdienste gehören würden.

Daher finde ich es persönlich sehr schade, dass gerade vor Weihnachten das negative Bild der offenen Pfarrstellen, nicht aber das hohe Engagement von Ehrenamtlichen betont und beschrieben wird.
Wenn ich mich umschaue und umhöre, betrifft diese Tatsache aber nicht nur das ehrenamtliche Engagement in den Kirchgemeinden, sondern auch viele andere Bereiche. Vielleicht wäre es für das neue Jahr ein wirklich guter - wenn auch herausfordernder - Vorsatz, die positiven Seiten des ehrenamtlichen Dienstes in den Vordergrund zu stellen. Über das, was uns alles fehlt und nicht gut läuft, wissen wir bereits gut Bescheid.
Versuchen wir also mehr und mehr nicht nur auf das schauen, was uns fehlt, sondern nehmen wir dankbar und wertschätzend wahr, was Ehrenamtliche und Hauptamtliche in allen Bereichen unseres Zusammenlebens gemeinsam meistern und bewältigen.

Für einige ist die Jahreslosung aus dem Neuen Testament ein Begleiter und Motto für das neue Jahr.
Da heißt es im 1. Brief an die Thessalonicher: „Prüft alles und behaltet das Gute.“ (1 Thess 5,21)
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes, erfolgreiches und Ihr ehrenamtliches Engagement anerkennendes Jahr 2025.

Steffi Wiegleb, Superintendentin des Kirchenkreises Bad Frankenhausen-Sondershausen

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Ein großer Kirchenkreis „Nordthüringen“ - bestehend aus den bisherigen Kirchenkreisen Mühlhausen, Südharz und Bad Frankenhausen-Sondershausen - ist im Entstehen. 2022 haben alle drei Kreissynoden auf ihren Tagungen dazu einen gemeinsamen Beschluss gefasst. Aktiv soll an einem Zusammenschluss der drei Kirchenkreise gearbeitet werden. Und das wird es - viele Gespräche, Leitungskreise, Zusammenkünfte der Kreiskirchenräte und der Konvente (Arbeitstreffen der hauptamtlich Mitarbeitenden) haben bereits stattgefunden. Das gemeinsame Ziel, der 01.01.2027, dabei immer vor Augen. Das Treffen der Kreiskirchenräte im August mit zwei Initiatoren des neu entstandenen Kirchenkreises „Südthüringen“ hat noch einmal mächtig Dynamik in das Projekt gebracht.

Bereits im Juni trafen sich die drei Konvente der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der Kirchenmusikerinnen und -musiker. Erstmalig in dieser großen Runde dreier Kirchenkreise. Da lag spürbar viel Energie in der Luft. Aus dem Schwung dieses Treffens heraus entstand eine Idee, die wir bald live erleben können. Unsere Pfarrerschaft möchte sich gegenseitig besuchen. Treffen werden sie sich dabei vermutlich nicht, aber uns als Gemeinde. Wie das geht? Sie möchten die Kanzeln tauschen. Da könnte also am 26. Januar 2025 jemand ganz anderes in Ihrer Kirche oder im Gemeinderaum predigen. Ein neues Gesicht, eines aus einem der beiden anderen Kirchenkreise. Gemeinsam wollen sie für einen Kirchenkreis „Nordthüringen“ unterwegs sein, die Gemeinden der Nachbarn kennenlernen. Per Losprinzip fiel die Entscheidung, wer wo hin geht. Wir dürfen gespannt sein, wer bei uns zu Gast sein wird. Und wer in seiner Kirche niemanden an diesem Tag willkommen heißen darf, weil dort gerade kein Gottesdienst im Plan steht, der besucht vielleicht seine Nachbarn. Was wir auf jeden Fall alle tun können, ist an diesem Tag aneinander zu denken und füreinander zu beten. Lassen Sie sich einladen, einmal ein „Nachbar-Gesicht“ kennenzulernen, ein bisschen Kirchenkreis „Nordthüringen“ aktiv zu schnuppern.

Regina Englert, Öffentlichkeitsarbeit

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